Das Geheimnis der Pesträuber – mit welchen Mitteln sie sich vor der Pest schützten

Es ist überliefert, dass zu Zeiten der Pest Gewürzhändler in Frankreich unterwegs waren, die aufgrund eines besonderen Schutzes immun gegen diese Krankheit schienen. So kam es, dass diese Händler Pestkranke und Pestopfer unbeschadet ausrauben konnten.
Als sie eines Tages gefasst wurden, blieben sie nur bei Offenbarung ihres Geheimnisses von der Todesstrafe verschont. Sie berichteten, dass sie verschiedene ätherische Öle auf eine Maske gaben und diese zum Schutz über Mund und Nase trugen. Zudem schützten sie ihre Augen.

Anderen Überlieferungen zufolge, trugen Pesträuber auch eine Maske mit einem langen Schnabel, in den sie Gewürze und ätherische Öle gaben. Später machten sich auch die Pestärzte diesen Schutz bei ihrer Arbeit zunutze.
Jeder, der schon einmal den legendären Karneval in Venedig besucht hat, kennt die Gestalt des ‚dottore peste‘ mit ihrer schwarzen Schnabelmaske.

Allerdings wurde davon berichtet, dass der Schutz mit ätherischen Ölen deutlich wirkungsvoller war, als mit Kräutern. Was nicht weiter verwunderlich ist, wissen wir doch heute, dass ätherische Öle 50-70 mal stärker wirken als Kräuter.

Doch um welche Öle handelte es sich bei dem sagenumwobenen Schutz der Pesträuber?

Lasst uns das Geheimnis lüften – es war eine Mischung aus folgenden Ölen:

  • Nelke: Das stärkste Antioxidants unter den Ölen und besitzt mit seinem hohen Eugenol-Gehalt eine große antivirale und antibakterielle Wirkung. Durch seine hochoxidante Wirkung ist er starker Fänger freier Radikale und ein hochwirksames Mittel zur Stärkung des Immunsystems. So wird dieses Öl heutzutage auch zunehmend als Mittel gegen Krankenhauskeime eingesetzt, was durch zahlreiche Studien belegt ist.
  • Rosemarin:. Außerdem verhilft es zu geistiger Wachheit, verhindert Müdigkeit und vitalisiert.
  • Eukalyptus (radiata): Besitzt durch das darin enthaltene Eucalyptol stark antioxidante und gesundheitsfördernde Eigenschaften . So u.a. eine stark reinigende, klärende und antibakterielle Wirkung auf die Atmungsorgane und die Lunge, die das Eindringen von Krankheitserregern verhindern kann.
  • Zimt: Besitzt einen hohen Anteil an Antioxdiantien, wirkt stark entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und antiparasitär und hat wärmende Eigenschaften.
  • Zitrusöle (Zitrone oder Orange): Haben eine hohe Konzentration an Monoterpenen und wirken dadurch reinigend, leiten Giftstoffe aus, klären den Körper und stärken das Immunsystem.

Was die Pesträuber wussten, kann uns auch heute in Grippe- und Erkältungszeiten nützlich sein.
So belegt die Weber State University in Utah die antivirale und antibakterielle Wirkung dieser Ölmischung zu 99,96 %.

Wichtig ist es dabei auf therapeutische ätherische Öle höchster Qualität zu achten, denn nur diese besitzen die notwendige Potenz und Reinheit, um die optimale Wirkung und Schutz für ihre Gesundheit zu erzielen.
Es empfiehlt sich, die Ölmischungen vorbeugend zu verwenden und bei dem kleinsten Anzeichen eines Infektes die Dosis zu erhöhen